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37. Konzert im Brucknerhaus

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Flicorno d'Oro

Internationaler Wettbewerb „Flicorno d´Oro – Concorso Bandistica Internazionale“

Teilnahme am internationalen Wettbewerb „Flicorno d´Oro – Concorso Bandistica Internazionale“ in Riva del Garde von 24. bis 27. April 2014.

1. Platz und damit Sieg in der Kategorie „Superiore“.

Dies ist eine besondere Auszeichnung für uns und spiegelt das hohe Engagement und die Professionalität des gesamten Orchesters wider.

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Aus dem Mitarbeitermagazin

Besser die Bleche nie klingen

Innovativ. Führend. International. Das ist der Klang von voestalpine, zuletzt vernommen beim 35. Jahreskonzert des voestalpine-Blasorchesters im Linzer Brucknerhaus.

von Martin Nagl

Werkskapellmeister
Walter Weinzierl führte
souverän durchs 35.
voestalpine Blasorchester
-Jahreskonzert.

„Wir sind Ecken und Kanten, und das bringen wir bei unseren Konzerten zum Ausdruck.“

Walter Weinzierl

 

„Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche", soll Gustav Mahler einmal gesagt haben. Wer das voestalpine-Blasorchester gehört hat, der weiß, was der Komponist damit meinte. Dem Unternehmensmotto „Einen Schritt voraus“ folgend, nimmt dort die Auseinandersetzung mit modernen, avantgardistischen Werken einen sehr hohen Stellenwert ein. Beim jährlichen Blasorchester-Konzert Ende November im Linzer Brucknerhaus war das wieder eindrucksvoll zu hören.

Neben den Coils. „Blech ist erdig, ausdrucksvoll und laut“, charakterisiert Kapellmeister Walter Weinzierl eine Seite seines Orchesters. Andererseits ist sie jederzeit zu sensibelsten leisen Ausdrucksmöglichkeiten fähig – die ganze spezifische Klangbandbreite halt. Geprobt wird mit den großteils aus Messing bestehenden Instrumenten mitten am Werksgelände, unmittelbar neben einer Produktionshalle. Zwei Mal pro Woche musiziert man abends in dem 144 m2 fassenden Raum. Bei Konzerten tritt das gesamte Orchester fünf bis sieben Mal pro Jahr in Erscheinung. In kleineren Ensembles sind die voestalpine-Blechbläser öfter zu hören, z. B. bei Messen und Begräbnissen.  

Herzlich, genau, raffiniert.
Als klingender Imageträger hat sich das Blasorchester auch außerhalb Österreichs einen Namen gemacht. Davon zeugen diverse Erfolge bei Konzertwertungsspielen und Marschmusikbewertungen, die Einspielung der CD „Viola, Brass & Winds“, Rundfunkaufnahmen, Uraufführungen und zahlreiche Auslandsreisen, u.a. nach Russland, Australien, USA, Südafrika, Kuba, u. s. w. „Unsere Musiker sind mit Herz, Genauigkeit und Raffinesse bei der Sache. Die wollen beim Musizieren ihr Innerstes geben!“, sagt Weinzierl. Und ergänzt: „Auf Amateurebene haben wir den besten Holzsatz im Land.“

Bewegter Vorstand. Die Leidenschaft kam zuletzt beim 35. Jahreskonzert in Linz zum Ausdruck. Zauberhaft orientalische Klänge kreuzten sich im Brucknerhaus mit springenden, tänzelnden, fanfarischen Melodien, unter tatkräftiger Mitwirkung des Gast-Flötisten Norbert Girlinger. Solcherart bewegt wippten unter 1.300 begeisterten Hörern auch die Vorstände Peter Ackerlauer, Alfred Düsing, Wolfgang Lakata, Herbert Eibensteiner und Franz Kainersdorfer im Takt, spätestens bei der frenetisch geforderten Marsch-Zugabe. Zuvor gab das Orchester u. a. mit Werken von Franz von Suppé, Bedrich Smetana und dem Österreicher Albin Zaininger Zeitgenössisches zum Besten, ganz im Sinne der Philosophie „Der Tradition verpflichtet, der Erneuerung aufgeschlossen“. Oder um es mit Dirigent Weinzierl – seit 1996 im Amt – zu sagen: „Musik ist eine intensive Auseinandersetzung mit dem Zeitgeschehen. Wir sind Ecken und Kanten, und das bringen wir bei unseren Konzerten zum Ausdruck.“

Tracht, Trends und Tradition

Das musikalische Weitergeben des Feuers hat bei voestalpine Tradition. Schon vor 1950 musizierten in den ehemaligen „Vereinigten Österreichischen Eisen- und Stahlwerken" Mitarbeiter zusammen in ihrer Freizeit, hauptsächlich Blasmusiker. So entstand schließlich eine Werkskapelle. Im heutigen Blasorchester gehen knapp 60 Musiker ihrem Hobby, dem Erforschen neuer Klangwelten, nach. In traditioneller Bergmannstracht, versteht sich. Etwa ein Drittel davon ist weiblich. Die Werkskapelle versteht sich kein Verein und bietet keine Jungendausbildung. Eintrittsmöglichkeit gibt’s ab der Lehrzeit (Voraussetzung: Silbernes Leistungsabzeichen). Nach wie vor dabei sind dafür auch pensionierte Mitarbeiter.